Das von mir entwickelte Modell des filmliterarischen Lernens «Filme lesen aus 11 Blickwinkeln» vermittle ich an Fortbildungen für Lehrpersonen. Die einzelnen Module behandeln jeweils einen Aspekt des filmliterarischen Lernens. Die Tageskurse können auch als Halbtageskurse gebucht werden. Es handelt sich dann um Impulskurse, bei denen die praktischen Übungen entfallen.
Buchungsanfragen an thomas.binotto [at] icloud.com

Kompaktkurs
Impulsveranstaltung, die ins Filmliterarische Lernen einführt. Sie eignet sich besonders für Fachschaften und lässt sich mit Filmlesungen für die Schüler:innen kombinieren.

Grundlagenkurs
Filmliterarisches Lernen vermittelt Filmtheorie und -geschichte ganz nah am Kunstwerk. Deshalb geht es nicht um das Zerlegen von Kunst, sondern um deren differenzierte Wahrnehmung. Basierend auf dem Modell «Filme lesen aus 11 Blickwinkeln» analysieren wir exemplarisch 11 Filmszenen. Wir erleben dabei hautnah, wie die Methode funktioniert und machen erste Schritte in der Anwendung.

Vertiefung
Exemplarisch werden Expositionen von Filmen erschlossen. Die Arbeit in Kleingruppen ermöglicht eine erste eigene Expertise im filmliterarischen Lernen und produziert anschlussfähiges Material für den Unterricht.

Serielles Erzählen
Serien sind ein Megatrend und doch so alt wie die Menschheit. Die Fortbildung gibt Einblicke in die soziokulturellen Räume, die Serien eröffnen: Vom Beziehungs- über den Erfahrungs- bis zum Echoraum. Dabei werden die formalen Mittel sichtbar, mit denen serielles Erzählen arbeitet. Weiter wird vermittelt, wie sich Filmliterarisches Lernen auch hier im Unterricht anwenden lässt.

Biopics
Spielfilme über historische Persönlichkeiten – sogenannte «Biopics» – haben Hochkonjunktur und werden im Unterricht gerne eingesetzt. Besonderer Wert wird dabei häufig auf den «Faktencheck» gelegt. Was vermeintlich naheliegend und effizient zielführend erscheint, wird dem Film als Kunstform jedoch nicht gerecht und vermittelt ein problematisches historisches Bewusstsein. Filmliterarisches Lernen vermittelt exemplarisch und praxisnah unterschiedliche Zugänge zur Filminterpretation.

Bild.Schnitt.Film
Die «Grammatik des Films» ist in Kameraeinstellungen und Schnittformen grundgelegt. Im Rahmen des Filmliterarischen Lernens werden die Mittel dieser Werkzeuge anhand von Filmclips so vermittelt, dass ein nachhaltiges Verständnis für die Kunstform entsteht.

Literatur/Film
Literaturverfilmungen werden häufig als Zweitverwertung betrachtet und im Unterricht auch so eingesetzt. Im Filmliterarischen Lernen lesen wir Literaturverfilmungen als eigenständige Interpretationen und entdecken darin einen Dialog zwischen Text und Bild. Konkrete Beispiele und modular einsetzbare Ideen schlagen die Brücke in den Unterricht.

Dokumentarfilm
Dokumentarfilme sind nicht Abbild, sondern Interpretation der Wirklichkeit. Auch hier ist jedes Bild eine Inszenierung – und doch nicht automatisch Fake. Wir entdecken Montage als filmisches Grundprinzip und reflektieren eine naive Wahrnehmung von «Wirklichkeit». Das Filmliterarische Lernen wird auch hier im Hinblick den Einsatz im Unterricht geschärft.

Genrekunde
Anhand eines – von den Kursteilnehmer:innen gewählten – Genres werden seine Geschichte und seine Regeln eingeführt. Exemplarisch wird dabei aufgezeigt, wie man sich Genres nähern kann.

Re:vision
Filmclips sind zentrale Werkzeuge des filmliterarischen Lernens. Wiederholungen sind eine Notwendigkeit für Vertiefung und Differenzierung. Wie wird daraus spannender Unterricht?

Visuell argumentieren
Der Videoessay als Präsentationsform nimmt den erweiterten Textbegriff ernst. Dabei wir eine Grundregel des filmliterarischen Lernens vertieft: In der Interpretation von Filmen visuell zu argumentieren.

One teacher … one film
Jede Lehrperson nimmt einen Film mit, den sie gerne im Unterricht einsetzen möchte. Sie wird im Kurs individuell im Filmlesen und in der Aufarbeitung des Filmes für den Unterricht gecoacht.

Lernen durch präsentieren
Wer Filmliterarisches Lernen vermitteln will, muss sich mit technischem Werkzeug vertraut machen: Finden und schneiden von Filmclips – Gestaltung von Präsentationen – Nutzung von Software. Der Kompaktkurs führt in Werkzeuge und ihren sinnvollen Einsatz im Unterricht ein. Er macht zudem sichtbar, wie die Arbeit am Material zur Vertiefung des Filmliterarischen Lernens beiträgt.
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